Journalismus und Kleinanzeigen: Konzept für eine Zeitung

  • So moin moin,


    Hier eine kleine Anregung für ein Zeitungssystem

    Das Konzept besteht im Wesentlichen aus zwei Säulen: Einem Kleinanzeigenmarkt und einem redaktionellen Teil, der von RP-Journalisten betrieben wird. Beide Bereiche funktionieren mehr oder weniger unabhängig voneinander.

    Grundüberlegung: Jeder sollte möglichst niedrigschwellig eine Kleinanzeige schalten können und Journalisten hätten mehr Zeit, sich auf richtige Storys zu konzentrieren.


    Erste Säule: Der Kleinanzeigenmarkt

    Es wird ein globales Netzwerk an Zeitungsständern/Pinnwänden aufgebaut. Da habe ich mal den Vorschlag von CallMe_Lennart aus der Liste der Jobideen weiter gesponnen. Als Standorte würden sich dafür sicherlich die Bahnhöfe/Poststationen anbieten, aber auch Saloons oder andere öffentliche Orte. Ausschließlich dort lassen sich Postings lesen oder erstellen. Jeder Spieler kann dort Kleinanzeigen unter seinem Namen aufgeben. Die erscheinen dann in Echtzeit global auf allen Pinnwänden mit Datum und dem Namen des Verfassers (zwecks Kontaktaufnahme). Dadurch können beispielsweise Saloonbetreiber über Events informieren, Transportunternehmer/Postkutscher über Abfahrtzeiten, Händler über Preise, und so weiter. Und das ohne auf eine Redaktion angewiesen zu sein, die eventuell nicht anwesend ist oder andere Dinge zu tun hat.

    Damit hier kein Missbrauch betrieben wird und die Leute anfangen, eigene lange Propaganda-Artikel zu verbreiten, sollte die Zeichenanzahl begrenzt werden. Eine Überlegung wert wäre auch, ob die Schaltung einer Kleinanzeige kostenpflichtig sein sollte und das dadurch generierte Geld dann den Redaktionen zugute kommt.


    Im Grunde wäre das so eine Art Twitter mit verschiedenen Rubriken, nur ohne Fotos und darauf zugreifen lässt sich darauf nur an einer der eingangs erwähnten Pinnwände.


    Jetzt zur zweiten Säule: Der Journalismus

    Wie schon an einigen Stellen im Forum zu lesen ist, sollte auch die Zeitung/der Journalismus eine Rolle spielen. Wenn sich jemand findet, der als Journalist arbeiten möchte, kann dieser in einer eigenen Rubrik „Nachrichten“ über aktuelle Geschehnisse (weitergehende Berichterstattung über Events, Verhaftungen, Überfälle, kriminelle Banden, Politik und so weiter) berichten.

    Hier können ausschließlich Mitarbeiter der Zeitung publizieren.

    Weil Journalisten bezahlt werden wollen, sollte der Zugriff auf die Artikel ein bisschen was kosten, also wie eine Art Paywall. Ob das und die Einnahmen durch die Kleinanzeigen die Journalistengehälter deckt, kann ich nicht einschätzen. Notfalls müsste es wohl (zumindest am Anfang) staatliche Subventionen geben. Die Redaktion wiederum könnte die recherchierten Geschichten über den Kleinanzeigenmarkt featuren. Oder eventuell auch die Möglichkeit haben, dort PR-Artikel mit Fotos einzustellen, die dann wiederum vom Auftraggeber bezahlt werden müssten und somit weitere Einnahmen generieren.

    Dementsprechend groß sollte das Konzept zur Realisierung auch sein mit verschiedenen Reportern in den Außenstädten und die Hauptredaktion in der Hauptstadt.

    Alternativ hat jeder Ort seinen eigenen „unabhängigen“ Journalisten, der Artikel einpflegen darf. Das würde eigentlich Sinn machen, wenn das Konzept mit den Fraktions-Städten umgesetzt wird. Wenn dann örtlichen Journalisten anfangen freiwillig oder gezwungenermaßen Propaganda für ihre eigene Stadt zu verbreiten und die Fakten über verfeindete Städte etwas zu „verbiegen“, könnte das ziemlich witzig werden.


    Zeitung und Journalismus wurde zwar schon an der einen oder anderen Stelle hier diskutiert aber ich dachte mir, dass das durchaus einen eigenen Thread verdient.

  • Danke für den Thread, bin schon sehr gespannt auf die Zeitung.

    Finde die Ideen und Vorschläge sehr gut, bin vor allem großer Fan von der Propagandaidee.


    Ich würde es jedoch so machen, dass Kleinanzeigen nur auf Tafeln in einem bestimmten Radius erscheinen. Schließlich wird kein Saloon aus Saint Denis bis nach Armadillo fahren um sein Event zu bewerben.

    Bei den Artikeln sollte es sich ähnlich verhalten, wer jedoch trotzdem Zeitung aus einem weit entferntem Ort lesen möchte, kann sie sich im Store kaufen.

  • Spitzen Idee, sehr umfangreich erklärt und was mir am besten gefällt ist, dass du mich makiert hast.


    EHRE

  • Spitzen Idee, sehr umfangreich erklärt und was mir am besten gefällt ist, dass du mich makiert hast.

    Besten Dank und keine Ursache. Hin und wieder eine Quellenangabe schadet ja nicht ^^

    Ich würde es jedoch so machen, dass Kleinanzeigen nur auf Tafeln in einem bestimmten Radius erscheinen. Schließlich wird kein Saloon aus Saint Denis bis nach Armadillo fahren um sein Event zu bewerben.

    Macht Sinn, finde ich gut. Hatte so etwas auch schon überlegt, das dann aber der Einfachheit halber wieder verworfen. Aber das Saloon-Argument hat mich überzeugt.


    Vielleicht macht eine "echte" Zeitung auch noch mehr Sinn, als das von mir vorgeschlagene "Paywall"/pro Artikel bezahlen-Konzept. Die könnte ja dann komplett losgelöst von den Kleinanzeigen an den Infowänden einmal in der Woche zu einem festen Termin erscheinen und in Stores (oder vielleicht auch über NPC-Zeitungsjungen??) erhältlich sein. Bestimmt technisch sogar einfacher umzusetzen (und realistischer). Glaube aber, dass da dann eine Ausgabe für die gesamte Welt reicht, in der die Artikel eventuell dann nach Regionen geordnet sind (also ein bisschen wie Regionalteile). Denke mal in dem Fall ließt ein Bürger aus Saint Denis gern auch über einen Zugüberfall etc in Armadillo.